Nachhaltiges Planen und Bauen

„Nachhaltigkeit“: dieser Begriff wurde 1713 in der Forstwirtschaft eingeführt und dort verwendet. Er drückt aus, dass immer nur so viele Bäume im Wald der Natur entnommen werden dürfen, wie im selben Zeitraum nachwachsen können.

Heute wird der Begriff  „Nachhaltigkeit“ im Sinne des 1987 veröffentlichten Brundtland-Berichtes der Vereinten Nationen verwendet: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen zu gefährden.“ Diese Bedürfnisse sind ökologischer, ökonomischer und sozialer Natur. In allen drei Bereichen muss ein Mindestmaß erreicht werden und zukünftig sichergestellt werden, wenn eine eine Entwicklung oder Handlung nachhaltig genannt werden kann. Durch den Zuwachs an wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Möglichkeiten der weltweiten Zusammenarbeit hat sich der Blick von der örtlichen und regionalen Betrachtung auch auf die globale Dimension vergrößert.

Mein Fokus der Planung und Umsetzung liegt stets auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit, der Ökologie, der Ökonomie und dem Sozialen. Jegliche Planungsaufgabe und Bauaufgabe, nicht zuletzt auch Betrieb und Nutzung der Artefakte müssen im Lichte dieser Anforderungen entsprechende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. 

Durch möglichst frühe Festlegung der Parameter für eine ganzheitliche Planung der Aufgabe, der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus der Bauwerke und der Bauprodukte, wird die Nachhaltigkeit in die Planung und die folgenden Umsetzungs- und Nutzungsphasen von vornherein integriert. Hierzu gehören vor allem die Produktphase vor dem "Lebensbeginn" des Bauwerkes, die Bauphase, die Nutzungsphase, die Phase des "Lebensendes" des Objektes und die Folgewirkungen, die über das "Lebensende" des Bauwerkes, bzw. des Projektes hinaus gehen.
Verträglichkeiten für die Gesundheit und das Wohlergehen der Nutzenden, sowie für Pflanzen und Tier, spielen ebenfalls für mich eine große Rolle. Die Baubiologie, mit der ich mich seit Jahren befasse, liefert einen besonderen Beitrag.
Die Einbeziehung von Energie-, Ökobilanzen und Umweltverträglichkeitsprüfungen beleuchtet und bewertet die Wirkung und ökologische Qualität des Projektes für die Umweltfaktoren, wie insbesondere Wasser, Boden, Flächenverbrauch, Luft, Natur, Pflanzen, Tiere und Menschen.
Die sozialen und ökologischen Ziele sollen wirtschaftlich, d.h. mit möglichst geringem finanziellen Aufwand erreicht werden. Um dies zu ermitteln, gibt es genügend Verfahren, die leider nicht oft genug angewendet werden.

Privat und beruflich sind dies für mich als gelernter Bauingenieur Maximen meines nachhaltigen Planens und Bauens.


Privathaus:  Niedrigenergiehaus in nachhaltiger Bauweise:
Baubiologische Bauweise in Holzständerbauweise, nicht unterkellert, Giebel in Nord-Süd-Richtung
Lärchenholzverkleidung, Holzständer Nadelholz Gkl. 1, Kalksandsteinkern, 24 cm Isofloc-Dämmung, Fermacell-Innenverkleidung, Kokoswolle Dichtung, 
Wärmeschutzholzfenster, Perlite gedämmter Fußboden, linoleumbelag, Wände und Pfettendach voll gedämmt, winddicht
Solaranlage, Zisterne, Naturgarten 

 




 
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